Behandlung von postpartalen Depressionen – verschiedene Behandlungsoptionen


Eine Mutter, bei der eines der Anzeichen oder Symptome einer Wochenbettdepression auftritt, sollte auf jeden Fall eine professionelle Behandlung in Anspruch nehmen. Unbehandelt kann eine postpartale Depression sehr lange andauern, sogar bis zu einem Jahr oder länger. In den meisten Fällen sprechen postpartale Depressionen oder Angstzustände auf die gleichen Arten von Behandlungen an, die für normale Depressionen verwendet werden.

Therapie, Selbsthilfegruppen und Medikamente können eine große Hilfe sein.

Psychotherapie. Die Psychotherapie ist als äußerst wirksam bei der Behandlung von postpartalen Depressionen bekannt und kann entweder aus einer Gruppen- oder Einzeltherapie bestehen. Viele Mütter wollen keine Medikamente einnehmen, weil sie stillen, und Psychotherapie ist eine beliebte Option.

Interpersonale Therapie, oder IPT, ist eine Form der Psychotherapie, die sich auf zwischenmenschliche Beziehungen und Probleme konzentriert. Es gilt als sehr wirksam bei der Behandlung von postpartalen Depressionen.

Hormonersatztherapie. In einigen Fällen kann eine Hormonersatztherapie mit Östrogen ein wirksames Mittel zur Behandlung einer postpartalen Depression sein. Östrogen wird in Kombination mit einem Antidepressivum verwendet. Es wird empfohlen, dass Sie die Hormonersatztherapie mit Ihrem Arzt besprechen, um die für Sie sicherste und wirksamste Behandlung zu bestimmen.

Antidepressive Medikamente. Antidepressiva sollten immer dann eine Option sein, wenn eine Mutter an einer schweren Wochenbettdepression leidet und nicht in der Lage ist, sich selbst oder ihr Baby zu versorgen. Diese Art der Behandlung sollte in Kombination mit einer Therapie angewendet werden und sollte immer engmaschig von einem Arzt überwacht werden.

Medikamente können leicht über die Muttermilch an ein gestilltes Kind weitergegeben werden, aber die Forschung zeigt, dass die Konzentrationen von trizyklischen Antidepressiva, die ein Baby über die Muttermilch erreichen, nicht nachweisbar oder extrem niedrig sind. Trotzdem wurde bei einigen stillenden Babys von Nebenwirkungen berichtet.

Behandlung durch Selbsthilfe. Entspannung, gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf sind immer hervorragend. Die beste Art und Weise, wie eine Frau sich selbst helfen kann, besteht darin, Menschen zu finden, mit denen sie über ihre Gefühle und Emotionen sprechen kann. Menschen zu finden, die bei der Kinderbetreuung, Besorgungen und Hausarbeit helfen, hilft einer Mutter, die Ruhe zu finden, die sie braucht. Es hat sich auch gezeigt, dass das Führen eines Tagebuchs oder einer Aufzeichnung Ihrer Gedanken, Emotionen und Gefühle dazu beitragen kann, dass Sie sich besser fühlen und Ihre Fortschritte nachverfolgen können.

Postpartale Depressionen können auf verschiedene Weise behandelt werden, einschließlich einer Änderung des Lebensstils und alternativer Behandlungsmöglichkeiten. Es ist wichtig, dass Sie so viel wie möglich über Ihre Depression erfahren und feststellen, ob Ihre Symptome auf eine andere Erkrankung zurückzuführen sein könnten. Wenn dies der Fall ist, sollte dieser Zustand zuerst behandelt werden.

Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Behandlung umso intensiver ist, je akuter und schwerer Ihre Depression ist. Am Anfang kann es einige Zeit dauern, bis Sie die für Sie beste Behandlungsmethode gefunden haben. Möglicherweise müssen Sie einige Versuche und Irrtümer durchgehen, um den besten Therapeuten zu finden. Der Schlüssel ist, geduldig und offen für Veränderungen und Experimente zu sein. Eine Frau sollte sich nie ausschließlich auf Medikamente verlassen.

Obwohl Medikamente bei der Behandlung von Wochenbettdepressionen wirksam sind, sind Nebenwirkungen möglich und letztendlich bietet die medikamentöse Therapie Vorteile.

Untersuchungen haben auch gezeigt, dass Veränderungen des Lebensstils wie richtige Ernährung, regelmäßige Bewegung, soziale Unterstützung und viel Schlaf zu den effektivsten Möglichkeiten einer Frau gehören, ihren Stress zu reduzieren.

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